Regionaler Dialog

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Die Umsetzung der Energiewende und der Ausbau von Erneuerbaren Energien (eE) werden voraussichtlich mit einer erheblichen Zunahme der Inanspruchnahme von Land und der Verschärfung von Landnutzungskonkurrenzen verbunden sein. Damit der weitere Ausbau der regenerativen Energieerzeugung in Deutschland gelingen kann, fordern Bürger, Unternehmen, Kommunen sowie Verbände eine deutlich stärkere Beteiligung der Bevölkerung an der Energiewende.

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Kern des render-Konzeptes ist die Initiierung eines „Regionalen Dialogs“ über die Umsetzung der regionalen Energiewende in der Projektregion Aachen. render widmet sich der Frage, wie ein zivilgesellschaftlicher Beteiligungsprozess aussehen kann und wie sich der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien so steuern lässt, dass ein nachhaltiges Landmanagement für die Region gewährleistet werden kann. Im Rahmen des Dialoges soll eine Abstimmung mit den unterschiedlichen, z. T. konkurrierenden Interessensgruppen in der Region geführt und parallel neuartige Dialogformen in der Region auf- und ausgebaut werden.

Arbeitsbereiche

 

Insgesamt umfasst render fünf Arbeitsbereiche (AB) (siehe Grafik), wobei im inhaltlichen Fokus die Arbeitsbereiche zwei bis vier stehen. Nachfolgend werden ausgewählte Produkte dieser Arbeitsbereiche kurz vorgestellt:

  • Akteurs- und Insitutionenanalyse (AB 2): Erfassung der Akteure / Institutionen, der aktuellen Programme, Projekte, Strategien und der Handlungskonstellationen im EE-Kontext
  • Konzepte für den „Regionalen Dialog“ (AB 2): Entwicklung von Dialog- und Kooperationsinstrumenten mit Beteiligung der Zivilgesellschaft und Bevölkerung (u.a. mittels Bevölkerungsbefragungen)
  • Entwicklungsszenarien „Regionale Energiewende“ (AB 3): Beteiligungsorientierte Erarbeitung relevanter Entwicklungsszenarien durch die Akteure der Region.
  • Kriterienkatalog (AB 3): Partizipative Entwicklung eines Kriterienkatalogs, welche Technologien in welcher Menge/Anzahl/Größe für die Region sinnvoll bzw. sozial und ökologisch akzeptabel sind.
  • Dialog- und Analysetool enerGIS (AB 3): Entwicklung des Analyse- und Simulationsmodells enerGIS zur integrierten Datenanalyse, raumbezogenen Simulation, Darstellung der Szenarienentwicklung und Erarbeitung von Nutzungsempfehlungen mittels WebGIS.
  • Bestands- und Potentialanalyse „Regionale Wertschöpfung“ (AB 4): Identifizierung bestehender und zukünftiger regionaler Wertschöpfungsketten im Bereich der Energiewende und Entwicklung neuer Partizipations- und Geschäftsmodelle für die Region.

Mittels der render-Pilotvorhaben erproben die Praxispartner in einer frühen Projektphase den Regionalen Dialog und entwickeln aus den gewonnenen Erkenntnissen Blaupausen zur Übertragung in die Region. Zur Zeit werden von den Praxispartnern folgende Pilotvorhaben bearbeitet:

  1. Schaffung von Strukturen und Anreizen zur Steigerung des KWK-Anteils an der Stromerzeugung in der StädteRegion – Lernen von der KWK-Modellkommune (Stadt Aachen + StädteRegion Aachen)
  2. Innovative Fondslösungen zur Finanzierung von Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und -einsparung (Stadt Aachen + StädteRegion Aachen)
  3. Entwicklung und Umsetzung einer eE-Maßnahme mit Finanzierung durch eine Energiegenossenschaft (EWV)
  4. Integrierte Umsetzung der Energiewende vor Ort am Beispiel des Baugebiets „Richtericher Dell“ (STAWAG)
  5. Entwicklung und beispielhafte Umsetzung eines Nahwärme- und/oder Kälteclusters in der Region (FiW)

Zusammen mit den Akteuren in der StädteRegion Aachen erarbeitet render in der vierjährigen Projektlaufzeit mit dem Innovationskonzept „EnergieRegion Aachen 2030“ ein abgestimmtes Handlungsprogramm wie und durch welche Maßnahmen die Energiewende in der Region in den folgenden Jahren umgesetzt werden soll.

Das Innovationskonzept:

  • wird von der Region selbst erarbeitet,
  • analysiert wahrscheinliche oder absehbare Entwicklungstrends in der Region,
  • leitet daraus unter Berücksichtigung bereits vorhandener Entwicklungsprogramme Szenarien zur Umsetzung ab,
  • soll von den Kommunen legitimiert werden und somit fest in der Region verankert werden, und
  • mündet in einem Programm mit konkreten Zielen, Zeitfenstern, Zuständigkeiten, Maßnahmen und Ressourcenbedarf zur Umsetzung der Energiewende.

 

Kreise_Innovationskonzept